Habe ich schon einmal erwähnt, wie sehr ich diese sonnigen Spätsommertage liebe? Ich glaube ja, denn momentan beginne ich fast jedes Gespräch mit einem Lobgesang auf das Wetter.
Den angenehmen Temperaturen angemessen, verbummelte ich den gestrigen Nachmittag im (bzw. vorm) Café und wäre um ein Haar zu spät ins Kino gekommen.

„Räuber Kneißl“ also. Im neuen Film von Marcus H. Rosenmüller geht es weder um das gleichnamige – von der München-Korrespondentin dieses Blogs sehr geschätze – Bier noch um Roland „Magic“ Kneißl, der in den späten 80ern und frühen 90ern im Angriff der Sechzger reüssierte (tolles Wort – habe ich aus der ZEIT). Nein, es geht um Mathias Kneißl, einen echten bayerischen Outlaw. Aufgewachsen im ländlichen Subprekariat des ausgehenden 19. Jahrhunderts, gerät der junge Mathias (gespielt von Maximilian Brückner, der in dem Film an der Seite seiner Tatort-Kollegen Maria Furtwängler, Michael Fitz und Tilo Prückner sowie seiner Geschwister Florian, Isabella und Franz-Xaver zu sehen ist) schon früh mit dem Gesetz in Konflikt. Nach einem sechsjährigen Aufenthalt im Zuchthaus hat er nur noch ein Ziel: Er will ein rechtschaffener Bürger werden und schnellstmöglich mit seiner großen Liebe Mathilde (Brigitte Hobmeier) nach Amerika auswandern. Leichter gesagt als getan, denn die Schatten der Vergangenheit – personifiziert vor allem von Gendarm Förtsch (Thomas Schmauser, der das Pech hat, als Franke natürlich die einzige wirklich unsympathische Figur spielen zu müssen) – lassen sich nicht abschütteln und Mathias gerät unfreiwillig in eine auswegslose Situation.
Die SZ nannte „Räuber Kneißl“ in ihrer Kritik einen „bayerischen Western“ und ich finde, das beschreibt die Mischung aus Heimatfilm, Sozialdrama und tragischer Liebesgeschichte ganz gut. Insgesamt ein sehenswerter Film also…allerdings mit ein paar Längen.
Hmmmm lecker!
http://www.brauerei-maisach.de/page1/page11/index.html
Haha…das gibts auch in der 3-Liter-Flasche. Für den großen Durst.