Mai 11, 2008
“Wie seine großen Vorgänger Bertolt Brecht und William Shakespeare hat Dylan ein laxes Verhältnis zum geistigen Eigentum. Er weiß: Das Stehlen ist die größte Liebeserklärung. Originell kann jeder Hohlkopf sein. Authentisch nur, wer an die Quelle geht und trinkt.”
- Alan Posener
Wer nun wissen möchte, aus welchen Quellen Bob Dylan getrunken hat, dem sei ein neues Doppelalbum ans Herz gelegt: “Songs from the Invisible Republic: The Music That Influenced Bob Dylan” (Repertoire Records) widmet sich liebevoll den großen Vorbildern Dylans - darunter alte Bekannte wie Blind Willie McTell, Odetta und Woody Guthrie, aber auch relativ unbekannte Bands wie The Mississippi Sheiks (eine komplette Tracklist findet man unter anderem hier).

Der Titel der Compilation bezieht sich übrigens auf das Buch “The Invisible Republic” (später umbenannt in “The Old, Weird America”), eine Abhandlung über Dylans “Basement Tapes” von Greil Marcus.