Ich gebe es zu, ganz taufrisch auf dem Markt ist Eddie Vedders Soloalbum/Soundtrack “Music for the Motion Picture Into the Wild” sicher nicht mehr, aber trotzdem möchte ich gerne ein paar Worte darüber verlieren.

Klar darf man an einen Soundtrack zu einem Film nicht die selben (hohen) Ansprüche stellen wie an ein “reguläres” Album, aber ein wenig liebevoller hätte Eddie Vedder die Songs, die oft recht fragmentarisch wirken, ruhig schon ausarbeiten können.

Überhaupt finde ich die ganze Aufmachung des Albums, angefangen von den Songs bis hin zum Booklet, das wie ein Jack-Wolfskin-Katalog daherkommt, ein wenig arg romantisierend.

Genau dieses Romantisierende hat mich auch an Sean Penns Verfilmung von Jon Krakauers Buch, das ein wesentlich berührenderes und in gewisser Weise auch authentischeres Bild der letzten Wochen im Leben des Christopher McCandless zeichnet, gestört. Um dieses Abgründige, das Krakauer so treffend beschreibt, drücken sich sowohl Penn als auch Vedder. Stattdessen flüchten sie sich in schöne Bilder und so manche Plattheit.

Trotzdem kann man sich “Songs for the Motion Picture Into the Wild” gut anhören. Von der nächsten Pearl-Jam-Platte erwarte ich mir aber dennoch etwas mehr, lieber Herr Vedder!